Inhaltsverzeichnis dieses Lerntipps

Motivationsschreiben
Studieren - Student sein
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Ratgeberliteratur
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Nachhilfe?
Mentaltechniken
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Engagement

Cascaded Blended Mentoring
Fernstudium

Klassische Studienliteratur

Golden Rules

Studieren kann man lernen

Machen die Universitäten krank?

Facts zum Studium
Studienabbruch?
Imperfektionismus

Fernstudium
Auslandssemester
Auslandspraktikum


Alicia, die WS 2010/11 ein Fernstudium der Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni-Hagen begonnen hat, gibt in ihrem neuen Weblog Lerntipps fürs Fernstudium. Sie schreibt: Beim Fernstudium ist man Schüler und Lehrer gleichzeitig, schließlich bringt man sich den Großteil des Lernstoffs selbst bei. Wo sich andere Studenten an Präsenzunis von ihren Profs mit Wissen berieseln lassen, ist ein Fernstudent auf sich alleine gestellt. Im Fernstudium bestimmt man selbst, wann, wo, wieviel und ob man überhaupt lernt. Diese Entscheidungsfreiheit und Flexibilität ist zwar ein riesiger Vorteil des Fernstudiums, kann für so manchen Fernstudenten allerdings auch zum Verhängnis werden. Es ist ja nicht so, dass Fernstudenten sonst nichts zu tun haben. Die meisten Fernstudenten sind berufstätig, manche haben bereits Familie und die Zeit ist allgemein sehr knapp bemessen. Auch, wenn man bereits, wie ich, ein Studium absolviert hat, ist ein Fernstudium keinesfalls damit zu vergleichen. Damals bin ich morgens ganz normal zur Uni gegangen, habe mir die wichtigsten Vorlesungen angehört, einiges aufgeschrieben und hatte immer viel Freizeit. Ok, ich habe nebenbei gejobbt, aber es war eben trotzdem ein typisches Studentenleben. Nun bin ich voll berufstätig, habe auch viele zeitraubende Hobbys, einen Freund (zählt auch zu Hobbys ;) ) und habe mir damit den perfekten Zeitpunkt für mein Fernstudium ausgesucht! In meinem Arbeitszimmer liegt ein Haufen Broschüren, welche in wenigen Monaten gelesen und bearbeitet werden möchten. Ach ja, das Fernstudentenleben ist schon schwer. Aber jammern bringt nichts! Ein Fernstudium will und muss organisiert sein, sonst darf man sich bereits im ersten Semester entweder in die Reihe der Studienabbrecher oder der Durchfaller eingliedern."

Sie gibt dann in ihrem Weblog ähnliche Empfehlungen wie unsere Lerntipps für das Studium, angefangen von der Organisation des Arbeitsplatzes über das richtige Zeitmanagement, die Einteilung des Lernstoffes - der Umfang mancher Studienpakete kann einen Schock auslösen - bis hin zur Kraft der Selbstmotivation.

Abschließend schreibt sie: "Die Balance zwischen Lernen, Arbeit und Erholung stellt beim Fernstudium die größte Herausforderung da. Aus meiner Sicht ist es definitiv von Vorteil, seine Lerntechniken, Ziele und persönlichen Umstände zu analysieren, um das Optimum für sein Fernstudium herauszuholen. Jeder tickt anders, lernt anders und lebt in einer individuellen Lebenssituation. Sich seiner persönlichen Umstände bewusst zu sein, Zeitdiebe zu entlarven und aus der persönlichen Situation das Optimum für sein Fernstudium herauszuholen ist die Kunst, die es zu erlernen gilt ;) !"

Tipps für das Fernstudium

Bei dem aktuellen großen Andrang, wie er derzeit an Universitäten und Hochschulen herrscht, bekommen viele AbsolventInnen Höherer Schulen keinen Studienplatz, sodass Online-Universitäten als eine besondere Form des Fernstudiums anbieten, allerdings stellt ein solches Studium MaturantInnen vor besondere Hürden, denn man muss sich an einer Fernuni ohne passende Umgebung an das Studentenleben gewöhnen. Es ist wichtig, ein passendes Umfeld zu schaffen, daher sollte jemand, der ein Fernstudium absolvieren möchte, sich Gleichgesinnte suchen, etwa in einem Fernstudienzentrum. Schafft mam es, am Heimatort eine eigene Gruppe mit anderen Fernlernenden zu bilden, lassen sich Motivationstiefs leichter überbrücken. Man sollte das empfohlene Lernpensum immer ernst nehmen, wobei auch hier Lerngruppen nützlich sind. Man sollte auch bei eventuell vorhandenen Präsenzhochschulen mögliche Leistungsanrechnungen abklären, denn will man von einer Fern-Universität an eine Präsenz-Universität wechseln, entscheidet die aufnehmende Hochschule über die Leistungen, die sie anerkennt. Wer für ein Vollzeit-Fernstudium eingeschrieben ist, kann in dieser Zeit in Deutschland unter Umständen keine Wartesemester an der Präsenzhochschule sammeln, sodass es sich in diesem Fall empfiehlt, nur ein Teilzeitstudium zu absolvieren.

Motive für ein Fernstudium

Wichtig für Fernstudien sind auch soziale Lernmotive wie Geltung und Anerkennung, Macht oder Überlegenheit, die auch bei schon berufstätigen Menschen eine positive Lernmotivation hervorrufen können. Ebenfalls von Bedeutung ist die Neugier und das Interesse am Gegenstandsbereich. So können einschlägige Kurse und Lehrgänge häufig auch berufsbegleitend und ortsunabhängig absolviert werden. Beruflicher Erfolg durch ein einschlägiges Fernstudium gewinnt zunehmend an Bedeutung, da die Schnelllebigkeit des modernen Arbeitsmarktes lebenslanges Lernen unabdingbar macht. Bei einem Fernstudium schlägt man sozusagen mehrere Fliegen mit einer Klappe: Man bildet sich weiter, sammelt wertvolle Berufserfahrung und bleibt im Job, was unter den herrschenden gesellschaftlichen Bedingungen auch nicht uninteressant ist, denn wer einen guten Arbeitsplatz hat, möchte diesen nicht verlieren. Hinzu kommt, dass ein absolviertes Fernstudium eines Mitarbeiters sich für Unternehmen und Mitarbeiter gleichermaßen auszahlt. Denn der Mitarbeiter kann während des Studiums weiterhin seine Arbeitskraft für die Firma einsetzen und er erhält eine Qualifikation, mit der er seine berufliche Entwicklung und Karriere weiter vorantreiben kann bis hin zum Fernstudium Master Hochschulabschluss, durch den eine noch tiefergehende Qualifikation seines Berufsfeldes erreicht werden kann. Menschen haben grundsätzlich ein Bedürfnis nach sozialen Beziehungen, das auch in einem Fernstudium mit Präsenzphasen befriedigt werden kann. Die genannten Motivationsformen sind grundsätzlich in jedem Menschen vorhanden, wobei die Stärke von Person zu Person unterschiedlich ist und als Persönlichkeitsmerkmal betrachtet werden kann, also weitgehend über die Zeit stabil bleiben wird.

Fernstudieren lernen

Oft noch wichtiger als der Erwerb von Fachkenntnissen im Fernstudium ist es vor allem zu Beginn, sich das für ein Fach notwendige Methodenwissen anzueignen. Dazu gehört etwa die Fähigkeit, sich selbstständig und ohne Anleitung in komplexe Themen einzuarbeiten und dieses Wissen dann zu nutzen, um auf dieser Grundlage neues Wissen zu entwickeln - siehe dazu die 5-Schritte-Methode. Auch das Erlernen des wissenschaftlichen Arbeitens bildet eine Kernkompetenz jedes Studiums und spätestens bei einer Facharbeit oder Abschlussarbeit (Hausarbeit, Seminararbeit, Bachelor-Thesis, Master-Thesis, Diplomarbeit) sollte man geübt darin sein, wobei je nach Fernstudienanbieter und Studiengang es notwendig ist, schon vorher selbständig kleinere schriftliche Arbeiten zu verfassen. Siehe dazu Arbeiten mit wissenschaftlicher Literatur.

Linktipp: http://www.fernstudium-wiwi.de/lerntipps-fuers-fernstudium/ (10-11-01)


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