Inhaltsverzeichnis dieses Lerntipps
Wie motivieren?
Die Frage, die sich alle stellen!
Typische Lernprobleme im Studium
Die Motivationsstruktur
einer genauen Prüfung unterziehen! Linkempfehlung!
Motivationsprobleme
bei StudentInnen - welche Motive sind besonders wichtig - Ursachen für Studienabbruch
"Aufschieberitis!"
"Aufschieben, aber richtig!!" - Wie es die Manager machen

Wie motiviere ich mich zum Lernen?

Motivation ist der wirksamste Antrieb zum Lernen und bestimmt den Lernerfolg entscheidend! In einer Studie von Ulrich Schiefele, Lilian Streblow und Julia Brinkmann (2007) wurden die StudienabbrecherInnen mit parallelisierten Weiterstudierenden auf spezifische Merkmale hin verglichen. Es zeigte sich, dass sich SpätabrecherInnen mehr als FrühabbrecherInnen von den Weiterstudierenden abheben und sich vor allem in motivationalen Merkmalen, wahrgenommener Lehrqualität, selbst­eingeschätztem Kenntnisstands unterscheiden. Eine Zusammenfassung dieser Studie: Aussteigen oder Durchhalten? Was unterscheidet Studienabbrecher von anderen Studierenden?

Besonders lernwirksame und zudem direkt auf die Sache bezogene Motive sind Neugier und Interesse. Man wird im Verlauf eines Studiums immer wieder gezwungen sein, sich mit Themen zu befassen, die nur wenig interessieren. Das in weiter Ferne liegende Diplom und die Erwartung eines hohen Einkommens im späteren Beruf werden Dich dabei auf die Dauer kaum nachhaltig zum Lernen und Arbeiten motivieren. Du mußt Dir also Zwischen- und Hilfsziele setzen, die Du realistisch in überschaubaren Zeitabschnitten verwirklichen kannst. Übernimm Dich dabei allerdings nicht!

Denke jedenfalls stets daran: Auch auf kleine Erfolge kann man stolz sein. Eine bestandene Prüfung ist ein Grund zur Freude und stellt eine Belohnung für den Aufwand und die Mühen im Studentenleben dar. Je mehr es dabei auf den Bachelor Abschluss oder das Diplom zugeht, desto mehr Erfolge kann man sehen. Diese selbst erarbeiteten kleinen und großen Erfolge dienen ebenfalls als Motivation und spornen weiterhin zu guten Leistungen an.

Die Fülle des Geforderten kann leicht mutlos machen und führt immer wieder zum Studienabbruch oder zum Langzeitstudium. Erfolgversprechend und positiv verstärkend ist es, wenn Du im vorgegebenen Rahmen der Prüfungsordnung den Erwerb der diversen Scheine, die Prüfungen und die gegebenenfalls nachzuholenden Prüfungen gleichmäßig auf den zur Verfügung stehenden Zeitraum verteilst. Dabei ist es schon schwierig, Motivationen zu erzeugen, aber dennoch ist es nicht ganz unmöglich!

Deine Motivationsstruktur kannst Du allerdings nur dann nachhaltig verbessern, wenn Erfolgserlebnisse das Selbstvertrauen stärken und damit neue Motivationen freisetzen. Dieses Ziel erreichst Du allerdings nicht in einem einzigen euphorischen Kraftakt, sondern nur, indem Du langfristig und gezielt Schritt für Schritt Dein Leistungsvermögen durch Planung, Ausführung und selbstkritische Kontrolle verbesserst. Dabei auftretende Mißerfolge solltest Du in ihrem Stellenwert realistisch beurteilen und weder über- noch unterschätzen.

Zwar ist gewohnheitsmäßiges Verhalten im Leben wichtig, aber viele Lernvorgänge bedürfen einer anderen Erklärung. Bei der instrumentellen Konditionierung geht man davon aus, daß Belohnung und Erfolg den Lernprozess fördern. Erfolgserlebnisse fördern nicht nur das individuelle Lernen, sie steigern zugleich das Selbstbewußtsein und ermutigen zu größeren Aufgaben. So gestärkt, setzt man sich neue oder höhere Lernziele, womit häufig eine stärkere Motivation für das eigene Lernverhalten einhergeht. Beim selbstorganisierten und selbständigen Lernen erfährt man von außen eher wenig Belohnungen, sondern man wird sich immer wieder selbst auf die Schulter klopfen müssen. Deshalb hier nun ein paar Anregungen, wie man die Erkenntnisse der instrumentellen Konditionierung umsetzen kannt:

Macan et al. (1990) korrelierten Organisationshilfen wie Arbeitspläne oder To do-Listen mit dem erlebten Studienerfol: "The results of the research indicated that the students who scored higher on the list of time management techniques, were more likely to have a higher perception of their performance as a student and also have a higher Grade Point Average".

Ein Wort zu Belohnungen

Viele verwechseln Schonung mit Belohnung, denn es ist überhaupt keine Belohnung einmal ins Kino gehen zu dürfen, wenn Du es Dir zuerst verbieten musstest, um daraus überhaupt eine Belohnung zu machen. Daher ist es übrigens unsinnig, sich beim Rauchenaufhören damit zu belohnen, dass man dann eine Zigarette genüsslich rauchen darf! Belohnungen müssen echte Vorteile gegenüber dem Normalfall sein, nicht bloß gegenüber einer künstlich verschlechterten Situation. Wenn Du solche Pseudobelohnungen einsetzst, schadest Du damit dem ganzen Lernprozess. Diese unangenehme Realitätsverzerrung ist nämlich praktisch eine Strafe, die nur deshalb existiert, damit Du von einer Belohnung sprechen kannst. Damit stellst Du nämlich einen unerwünschten Zusammenhang her, dass Dein Leben ohne das Lernen insgesamt überhaupt angenehmer wäre. Du hast bei solchen absichtlichen Verschlechterungen gegenüber dem Normalzustand also bloß noch einen neuen Grund erfunden, warum Du Dich besser nicht mit Lernen beschäftigen solltest. Ein solcher Schuss geht also nach hinten los!

Anregungen zur Prüfung der Motivationsstruktur!

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Die Motivationsstruktur
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"Aufschieberitis!"
"Aufschieben, aber richtig!!" - Wie es die Manager machen

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