Mentale Vorbereitung auf eine Prüfung

Ich nehme an, dass dich dieses Thema interessiert oder du vielleicht schon einmal gedacht hast, ohne die ganze Angst vor einer Prüfung hättest du ein besseres Ergebnis erreicht. Nachfolgend möchte ich ein paar Dinge darstellen, wie ich sie verstehe. Dazu wird diese Seite dienen. Auf der den nachfolgenden Seiten findest du einen Text mit eingebauten hypnotherapeutischen Anweisungen zur inneren Vorbereitung auf die Prüfung oder Schularbeit.

Die Bedeutung von Selbsttests

Ohne Selbsttest kommt man leicht in die Gefahr, zu sehr auf seine Fähigkeiten zu setzen oder sich gar zu überschätzen. Shaughnessy & Zechmeister (1992) belegten das in einem Experiment mit zwei Gruppen von Studierenden. Die Probanden in der Mehrfachleser-Gruppe lasen mehrmals Dutzende von faktischen Aussagen, sollten dann die Wahrscheinlichkeit beurteilen, mit der sie jede Aussage erinnern würden und machten am Ende einen Test. Die Studierenden dieser Gruppe waren sich ihres Wissens ziemlich sicher, sogar bei den Fragen, die sie dann nicht beantworten konnten. Die Mitglieder der Praxistest-Gruppe lasen gleichfalls die Aussagen, doch verbrachten sie die restliche Zeit damit, Tests zu beantworten, bei denen sie die Fakten aus dem Gedächtnis abrufen mussten. Beim Abschlusstest schnitt die Praxistest-Gruppe zwar genauso gut ab wie die Mehrfachleser-Gruppe, doch konnten die Studierenden der Praxistest-Gruppe deutlicher unterscheiden, was sie wussten und was nicht. Es ist also offensichtlich, dass ein Selbsttest das Erinnerungsvermögen fördert und aufzeigt, was man weiß und wo die Wissenslücken liegen, sodass man sich während der Lernsitzungen auf diese Lücken konzentrieren kann.

Lampenfieber vor einer Prüfung und was man im Vorfeld dagegen tun kann

Aufregung vor einer Prüfung, also das typische Lampenfieber tritt meist auf, wenn durch körperliche Aktivität das überschüssige Adrenalin nicht wie von der Natur abgebaut wird. Da das knapp vor einer Prüfung kaum möglich ist, sollte man sich am Tag vor der Prüfung noch einmal körperlich richtig auspowern, etwa durch Joggen, jeden Sport oder auch Tanzen. Am Prüfungstag selbst kann man die letzten Schritte zu Fuß gehen und die Stiegen statt des Fahrstuhls benutzen. in den Stunden vor der Prüfung sollte man auch alles vermeiden, was den Magen belastet, wie schweres, fettes oder blähendes Essen, zuviel Kaffee oder schwarzen Tee und natürlich Alkohol, den man auch am Tag vor einer Prüfung unbedingt meiden sollte (Restalkohol!). Den Schlaf vor einem Prüfungstag kann man mit entspannender Musik unterstützen, wobei Entspannungsmethoden wie autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung helfen können. Bei der Prüfung selber können eingeübte bewusste Körperhaltungen als Hilfe eingesetzt werden, indem man im Vorfeld einer Prüfung unterschiedliche Körperhaltungen im Stehen oder im Sitzen einnimmt und bewusst wahrnimmt, in welcher Haltung, man sich wohler und sicherer fühlt. Man kann auch üben, mit welcher Handhaltung man sich am ruhigsten fühlt - man kann dafür auch bei Interviews im Fernsehen gut beobachten, wie etwa Journalisten oder Politiker darauf geschult wurden, einen souveränen Eindruck zu vermitteln. Das Einnehmen einer angenehmen Körperhaltung bei einer mündlichen Prüfung reduziert ebenfalls die erlebte Belastung, wobei auch schon ein Lächeln beim Eintritt in den Prüfungsraum für einen selber positiv wirken kann.

Siehe dazu auch Mentaltechniken für StudentInnen - abgeleitet von Techniken für SportlerInnen

Typische Denkfehler und wie man sie ausschaltet

Dieser Text hilft, einige der typischen Denkfehler auszuschalten. Er ist gedacht für die Tage vor der Prüfung oder Schularbeit. Je öfter du ihn auf dich wirken lassen kannst, umso intensiver lernt dein bewusstes und unbewusstes Denken, wie es gehen kann.
Der Text ist eine sehr allgemein gehaltene Anweisung mit ausreichend Spielraum, ihn auch innerlich an die eigene Situation anpassen zu können. Eingeflochten sind einige hypnotherapeutische Elemente, die diesen Prozess unterstützen sollen.
Lies dir den Text zuerst ruhig einmal durch und nimm wahr, wie er auf dich wirkt. Und es kann natürlich sein, dass er dir irgendwie ungewohnt vorkommt oder du dich gleich davon angesprochen fühlst. Jeder Mensch macht seine eigenen Erfahrungen und jeder Mensch lernt auf seine eigene Art und Weise.
Probier ihn einfach aus und mach deine eigenen Erfahrungen damit. Du wirst überrascht sein, woran du bemerken wirst, dass eine Veränderung beginnt.
Wenn du eine vertraute Person zur Verfügung hast, die bereit ist, dir bei der Übung zu helfen, so bitte sie, den Text ganz langsam und ruhig mit Pausen (bei den Absätzen) zu lesen. Es wird dir dann viel leichter fallen, meinen Worten zu folgen.

Inhaltsverzeichnis dieses Lerntipps
Wann beginnen?
Die klassische Frage - die klassische Antwort: FRÜHER!
Mentale Vorbereitung
auf eine Prüfung ist immer wichtig
Was essen vor der Prüfung?

Der Prüfungstag ...
Die Stunde ist da …
Schauen Sie Ihrer Prüferin niemals in die Augen!

Fünfzehn Tipps
für die erfolgreiche Prüfungsvorbereitung ;-)
Vertrauens-Trias gegen Prüfungsangst

Lerntipps im Überblick

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